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Entspannung

Entspannen Sie sich! Nach einem warmen Bad fühlen Sie sich wie neu geboren

Entspannen Sie sich!

Nach einem warmen Bad fühlen Sie sich wie neu geboren. Vergessen Sie die Zeit und erholen Sie sich von den Strapazen des Alltags. Wir zeigen Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Wasser gilt in der modernen Wellness-Bewegung als unverzichtbarer Bestandteil für ein ganzheitliches Wohlbefinden. Mit den natürlichen Kräften von Pflanzen und Kräutern stärkt es Körper und Geist. Es entspannt Nerven und Muskulatur und wirkt wie Balsam für die Seele. Die in vielen Badezusätzen enthaltenen ätherischen Öle wertvoller Pflanzen wirken bei einem Vollbad auf den gesamten Körper.

 

Badetipps

Damit Ihr Bad auch wirklich zu einem Wohlfühlerlebnis und Genuss für alle Sinne wird und die Kraft des warmen Wassers wirken kann, sollten Sie einige kleine Baderegeln beachten....

Wassertemperatur:
Grundsätzlich gilt: Je wärmer das Badewasser ist, desto mehr Fett und Feuchtigkeit verliert die Haut. Zu heißes Wasser belastet zudem Herz und Kreislauf unnötig. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was Ihr wohltuend warmes Bad eigentlich bewirken soll. Die Wassertemperatur sollte etwa 36 bis 38 Grad Celsius betragen.

Badedauer:
Sie sollte mindestens fünf, höchstens zwanzig Minuten dauern. Der Körper braucht einige Minuten, um die Wärme des Wasser und die Wirkstoffe der Badezusätze aufzunehmen. Sie entspannen die Muskeln und Blutgefäße und machen müde. Außerdem regen sie die Schweißproduktion und den Stoffwechsel an, wodurch vermehrt Schadstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Zu lange Bäder dagegen belasten Haut und Kreislauf ebenso wie ein zu heißes Bad.

Zeitpunkt:
Die beste Zeit für entspannende Bäder ist gegen 21 Uhr, weil sie müde machen und auf eine erholsame Nacht vorbereiten. So sorgen sie für einen tiefen Schlaf....

 

Expertentipps

Interview Dr. Frank

Interview mit Dr. Bruno Frank (Leiter der Abteilung Medizinische & pharmazeutische Forschung & Wissenschaft bei Kneipp®)

 

Können Sie in wenigen Sätzen sagen, welche Wirkung Wasser auf den menschlichen Organismus hat?

Dr. Frank: Wasser ist das Lebenselixier für alles Leben auf der Erde. Im Sinne der Kneipp-Therapie, beispielsweise bei Wechselgüssen, hat Wasser die wesentliche Funktion, sehr schnell und effektiv Temperaturänderungen einzelner Körperteile wie Haut und darunter liegende Gewebe herbeizuführen. Infolge dieser Temperaturänderungen kommt es danach zu entgegengesetzten Temperaturveränderungen dieser Körperteile und in deren Folge zu einer verbesserten Durchblutung.

 

Viele Menschen wollen bei der Badplanung auf eine Badewanne verzichten, weil sie selten baden und den Platz anderweitig nutzen möchten. Was sagen Sie dazu?

Dr. Frank: Das ist sehr schade. Eine Badewanne könnte/sollte der Mittelpunkt eines schönen und nicht zu kleinen Badezimmers sein. Mit einem schön ausgestatteten Badezimmer hat man eine eigene kleine Wellness-Oase zu Hause, an der man sich nicht nur täglich erfreuen kann, sondern auch bei Krankheiten, wie Erkältung oder Rheuma, lindernde Bäder nehmen kann.

 Schöne Badewannen finden Sie hier!

 

Ein Vollbad allein wirkt schon gut. Was können Badezusätze darüber hinaus noch tun? Wie verstärken sie die Wirkung?

Dr. Frank: Geeignete Badezusätze können zusätzliche Wirkungen zur Verbesserung einer Gesamtwirksamkeit beisteuern.

Beispiele:  Erkältungsbäder können antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Wirkungen zu der Wärmewirkung und der immunstimulierenden Wirkung des Bades und der anschließenden Kaltwasseranwendungen liefern. Die Wirkstoffe in  Rheumabädern können Entzündungsparameter günstig beeinflussen und schmerzlindernd wirken.

Beruhigend wirken ätherische Öle und Düfte. Sie können sowohl über eine direkte Beeinflussung des Nervensystems als auch über den Geruch allein (aromatherapeutische Wirkung) die komplexen Vorgänge in unserem Gehirn in Richtung einer Anti-Stress-Wirkung oder schlafvorbereitenden Wirkung beeinflussen oder einfach nur ein Gefühl des sich Wohlfühlens hervorrufen.

 

Muss es immer unbedingt ein Vollbad sein?

Dr. Frank: Keineswegs muss es immer ein Vollbad sein. Aber: Ein Rheumabad bei Verspannungen im Schulter-Nackenbereich und auch bei Erkältungsbädern kann ich mir nur ein Vollbad vorstellen. Auch Bäder gegen Stress und Hektik und zur Schlafvorbereitung sollten angenehm warme Vollbäder sein.

Kühle oder kalte Halbbäder sind gut als Erfrischung an heißen Tagen geeignet. Die Badezeit beträgt dann nur wenige Sekunden bis Minuten.

 

Wie oft sollte man baden, um langfristig positive Effekte wie z.B. innere Ruhe, ein besseres Hautbild, weniger Verspannungen etc. zu verspüren? Genügt ein Bad 1-2x pro Monat?

Dr. Frank: Auf keinen Fall genügt das! Grundsätzlich gilt die alte Kneipp-Regel auch hier: Die Art, die Dauer und die Intensität einer Kneipp-Anwendung haben sich nach dem individuellen Zustand und Bedürfnis zum aktuellen Zeitpunkt zu richten.

Das kann für den Einen bedeuten, dass er fast jeden Abend ein warmes Bad zur Entspannung, zum Abschalten oder zur Vorbereitung auf einen gesunden Schlaf nimmt und für den Anderen, dass er eine Woche lang bereits morgens ein Bad gegen seine Erkältung nimmt und für den Dritten, dass er bei großer Sommerhitze am frühen Nachmittag ein kühles Kurzbad zur Erfrischung braucht, um danach wieder kreativ an seinem Schreibtisch sitzen zu können.

 

Wir nutzen hauptsächlich warmes Wasser zum Baden. Warum sollten wir auch vermehrt kaltes Wasser in unsere „Wellness-Anwendungen“ integrieren oder auch Wechselbäder?

Dr. Frank: Den ganz überwiegenden gesundheitsfördernden Effekt im Sinne der Kneippschen Wasseranwendungen hat kaltes Wasser.

Warmes Wasser hat aber ebenfalls eine Bedeutung: Es erweitert die Blutgefäße, entspannt, ist angenehm und lädt zum genießen ein. Damit hat es eine wichtige, auch psychisch nicht zu unterschätzende Funktion insbesondere gegen Stress, innere Unruhe, Rheuma, Muskelschmerzen usw. Nicht nur für Menschen mit niedrigem Blutdruck ist es gut, am Ende eines Warmbades immer eine kurze, kalte Wasseranwendung durchzuführen. Dadurch werden der Blutdruck und damit auch das Wohlbefinden wieder auf das Normalmaß angehoben und es kommt danach zu einer lang anhaltenden Erwärmung.

Bei Wechselbädern beginnt man meist warm. Auch wenn man nur eine Kaltanwendung machen will, muss man warm beginnen. Sehr wichtig ist es, wechselwarme Anwendungen immer kalt zu beenden. Übrigens ein gutes Einschlafmittel sind wechselwarme Fußbäder!

 

Wie mache ich in meiner Dusche Kneipp-Güsse?

Dr. Frank: Eigentlich ist es nicht schwer in einer normalen Dusche Kneipp-Güsse zu machen. Die entscheidenden Punkte sind der Brausekopf und der Schlauch. Grundsätzlich sollte die Duscharmatur einen Schlauch besitzen, der lang genug ist (mind. 2m), um bequem den Wasserstrahl so lenken zu können, wie man das möchte. Der Duschkopf selbst sollte die Möglichkeit bieten, einen weichen Wasserstrahl mit viel Wasser zu erzeugen, der mindestens einen Durchmesser von 1,5 cm hat.

Ziel ist ein weicher Wasserfluss, der das Bein, den Arm usw. mit einer großen Fläche (einem „Wassermantel“) fließenden Wassers umhüllt. Durch harte Wasserstrahlen spritzt das Wasser von der Haut weg anstatt an ihr entlang abzufließen. Dadurch unterbleibt der Kühl/Wärme-Effekt größtenteils.

 

Wie kann ich die positive Wirkung des Wassers in meinen normalen Alltag integrieren, der oftmals durch Zeitmangel, Stress und Hektik geprägt ist?

Dr. Frank: Ein wichtige Maßnahme ist hier: Umdenken! Wenn man den Wert des Lebens nur daran misst, wie viel man am Tag „erledigt“ hat, darf man sich nicht wundern, wenn man am Ende selbst „erledigt“ ist. Gerade eine Badewanne lädt dazu ein, von Stress und Hektik eine Auszeit zu nehmen. Wenn man ein Bad nimmt, nimmt man sich Zeit für sich selbst und gönnt sich eine Wohltat. Eine  „glückliche Auszeit“ für 20 Minuten in einem wohligen Bad kann wichtiger sein, als 20 anstelle von 19 Aktivitäten erledigt zu haben.

Aber selbst wenn man nicht bereit ist, 20 Minuten zu investieren, kann man mit zwei Minuten bereits eine kleine Kneipp-Anwendung morgens unter der Dusche machen zum Beispiel mit kalten Unterschenkelgüssen, kalten Gesichtsgüssen oder -bei Geübten- auch Ganzkörpergüssen. Danach fühlt man sich dann so, als könne man Bäume ausreißen.

Wichtig ist immer: Die Balance halten zwischen Stress und Ruhe und Genuss!

 

 

 

Wohlfühltipps

Auch die Gestaltung des Badezimmers ist wichtig: Schaffen Sie eine angenehme, stimmungsvolle Atmosphäre, in der Sie alle Sinne verwöhnen können. Richten Sie es deshalb in warmen, freundlichen Farben ein, die Ihnen gefallen. Gemütliche Badevorleger und kuschelige, im Ton zusammenpassende Handtücher sollten nicht fehlen. Verschönern Sie Ihre Wohlfühloase mit Blumen. Dafür eignen sich feuchtigkeitsliebende Topfpflanzen oder auch ein frischer Blumenstrauß.
Auch schöne Accessoires gehören dazu. Zum Beispiel Muscheln, die sie im letzten Strandurlaub gesammelt haben. Und für ein erholsames Plätschern im Hintergrund kann ein Zimmerbrunnen sorgen.

Licht:
Verzichten Sie auf grelles Neonlicht. Achten Sie stattdessen auf freundlich helles, warmes Licht. Vielleicht haben Sie ja eine Salzkristalllampe, die ein erholsames Licht verströmt. Oder zaubern Sie mit ein paar Kerzen eine sinnliche Atmosphäre. Sie können auch Duftkerzen oder Räuberstäbchen mit Ihrem Lieblingsduft verwenden. Denken Sie daran, dass er mit dem Aroma Ihres Badezusatzes harmonisieren sollte. Während Ihres Bades können Sie mit Ihrer Lieblingsmusik auch Ihre Ohren verwöhnen. Für ein Entspannungsbad verwenden Sie am besten sanfte Hintergrundmusik. Bei einem aktivierenden Bad können dagegen auch rhythmische Klänge durch den Raum strömen. Wie wäre es, dazu ein erfrischendes Glas Saft oder einen duftenden Tee bereitzustellen, zu dem Sie greifen können, wenn Ihnen danach ist.

Entspannen:
So, und jetzt machen Sie es sich in der Wanne richtig bequem. Verwenden Sie am besten ein Wannenkissen, in das Sie Ihren Kopf betten und damit Nacken und Schultern entspannen können. Wie beim Schwimmen gilt übrigens auch beim Baden: Steigen Sie nicht mit vollem Magen ins Wasser. Nur dann können Sie sich vollkommen entspannen und Ihre Gedanken kreisen lassen.

Schönheitspflege:
Das Bad können Sie auch zur Schönheitspflege nutzen. Tragen Sie eine Gesichtsmaske oder Haarkur auf und lassen Sie sie einwirken, während Sie in der Wanne sitzen.
Tipp für die Extraportion Pflege: Geben Sie von Ihrem Lieblings-Körperöl einige Tropfen zum Badewasser. Reiben Sie sich mit dem Handtuch nicht ab, sondern tupfen Sie Ihre Haut lieber trocken. So können die wertvollen Pflanzenöle ihre Wirkung auf der Haut noch besser entfalten. Nehmen Sie sich auch nach dem Baden noch Zeit und verwöhnen Sie Ihre Haut mit einer Bodylotion oder einem Hautöl, um ihr die beim Baden verlorene Feuchtigkeit zurückzugeben.

Temperatur:
Damit der angenehme Effekt eines warmen Bades auch nach der Wonne in der Wanne anhält, sollte im Badezimmer eine angenehme Temperatur von 25 bis 30 Grad Celsius herrschen. Auch der Raum, indem Sie sich anschließend aufhalten, sollte angenehm temperiert sein. Legen Sie sich schon vorher kuschelige Handtücher und einen flauschigen Bademantel zurecht, die Sie während des Bades auf dem Heizkörper angenehm aufwärmen können, und hüllen Sie sich nach dem Baden darin ein.

Ausruhen:
Nach dem Baden sollten Sie sich mindestens noch eine halbe Stunde ausruhen, damit die angenehmen Effekte des warmen Wassers nachwirken können. Machen Sie es sich mit Ihrer Lieblingsdecke auf dem Sofa bequem und verlängern Sie den Genuss Ihres warmen Bades, indem Sie sanfter Musik lauschen oder ein paar Seiten in einem Buch lesen, das schon lange im Regal steht. Machen Sie einfach, was Ihnen Spaß macht und Sie entspannt.

Wegweiser

Balance

Balance

Eine der 5 Säulen der Kneipp-Philosophie

 
Erkältung

Erkältung

Was tun bei Erkältung?

 
Melisse

Pflanzenporträt

Melisse

 
Badekristalle

Badekristalle

Entspannung Pur Melisse

 

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