Avocado

Persea americana MILL.
Die bis zu 15 Meter hohen Avocadobäume wurden in Mittel- und Südamerika schon 8.000 v. Chr. kultiviert. Heute baut man die Pflanzen in tropischen und subtropischen Gebieten wegen ihrer grünen bis violetten, birnenförmigen Früchte an. Die Blüten sind sehr zahlreich, allerdings bildet sich pro 5.000 Blüten meist nur eine Avocado aus. Die botanisch als Beere einzuordnende Avocadofrucht ist essbar. Berühmt ist die aus Mexiko stammende Guacamole, eine gewürzte Soße aus dem zerstoßenen Fruchtfleisch. Das wertvolle Öl wird nicht wie bei anderen Pflanzen aus den Samen, sondern aus der gesamten Frucht gepresst, das Fruchtfleisch enthält bis zu 30 % fettes Öl. Avocadoöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen und ähnelt in der Zusammensetzung seiner Fettsäuren dem Olivenöl. Wie die Sheabutter enthält es einen hohen unverseifbaren Anteil. Da es gut in die Haut eindringt und sie feucht und geschmeidig hält, wird Avocadoöl häufig in der Haut- und Körperpflege eingesetzt. Auch bei der Seifenherstellung und als Trägeröl in der Aromatherapie wird Avocadoöl gerne verwendet.
Inhaltsstoffe
85 % Triglyceride von gesättigten (ca. 18 % Palmitinsäure) und ungesättigten (ca. 77 % Ölsäure, 11 % Linolsäure, 6 % Palmitoleinsäure) Fettsäuren, Partialglyceride (Fettmoleküle, bei denen nicht alle drei Alkoholgruppen mit Fettsäuren verestert sind, wirken als Emulgatoren), freie Fettsäuren, Phospholipide (Lecithine), Vitamine A, B, D, E, bis zu 8 % Unverseifbares: Triterpenalkohole, Sterole (ß-Sitosterol, Campestrol), Squalen, Phytosterole


