Bitterorange

Citrus aurantium L.
Der bis zu 12 Meter hohe, immergrüne Baum ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine. Von Südchina aus gelangte die Bitterorange, auch bekannt als Pomeranze, schon im Mittelalter nach Europa. Sie zeichnet sich durch ihren angenehmen aromatischen Geruch und den bitteren Geschmack aus.
Verwendet werden die Fruchtschalen, die Blüten und unreife Früchte. Das hochwertige Blütenöl (Neroliöl) wird gerne in der Parfümerie eingesetzt, bekannt ist es vor allem als Basisnote in „4711 Echt Kölnisch Wasser“. Bei der Destillation des Neroliöls entsteht auch Pomeranzenblütenwasser, das Kosmetika einen angenehmen Duft verleiht. Aus Blättern, Zweigen und unreifen Früchten der Bitterorange wird darüber hinaus Petitgrainöl gewonnen. Ein günstigeres Öl kann aus den Schalen von Bitterorangen und normalen Orangenschalen, die bei der Saftproduktion anfallen, gepresst werden. Dieses ätherische Öl wird gerne in der Naturkosmetik eingesetzt. Die Fruchtschalen der Bitterorange werden getrocknet als appetitanregende Bitterstoffdroge verwendet und dienen auch zur Herstellung von Orangeat. Den Blüten schreibt man eine entspannende Wirkung zu.
Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl (85-90% Limonen, Linalool, Geraniol, Nerol, Citral, Anthranilsäuremethylester), Flavonoide (Hesperidin, Rutosid, angenehm bitter schmecken Neohesperidin und Naringin)


