Ginkgo

Ginkgo biloba
Der im asiatischen Raum heimische Ginkgobaum war vor rund 150 Millionen Jahren wohl auch in Europa weit verbreitet. Er wird bis zu 30 Meter hoch und bildet eine mächtige Baumkrone aus. Die Blätter sind langgestielt, etwas ledrig und zweilappig. Sie werden von gabelig verlaufenden Blattnerven durchzogen. Obgleich die Pflanze botanisch unseren Nadelhölzern sehr nahe steht, werden die Blätter doch in jedem Herbst abgeworfen. Ginkgo ist zweihäusig, d.h. es gibt rein männliche und rein weibliche Exemplare. Die weiblichen Bäume bilden gelbe Früchte mit einem holzigen Kern aus. Diese Früchte werden in Asien als Delikatesse geschätzt. Sie werden aber schnell ranzig und verbreiten dann einen unangenehmen Geruch nach Buttersäure. Aus diesem Grund pflanzt man in unseren Parkanlagen meist nur die männlichen Vertreter an.
Die formschönen zweilappigen Blätter, die am Blattgrund wieder zu einer Einheit zusammenfließen, galten Goethe als Symbol der Liebe und inspirierten ihn zu einem berühmt gewordenen Gedicht ("Dieses Baums Blatt...").
Inhaltsstoffe
Flavonglykoside, Procyanidine


