Grüntee

Camellia sinensis (L.) O. KUNTZE
Der Teestrauch wird zum größten Teil in Südostasien, in geringeren Mengen auch auf den anderen Kontinenten im subtropischen Klima angebaut. In der Wildnis bis zu 15 Meter hoch, wird er in Kultur zur leichteren Ernte auf ca. einem Meter Höhe gehalten. Neben den zwei Variationen Sinensis und Assamica existieren noch zahlreiche Kreuzungen. Für die Teequalität spielen neben der Sorte auch das Anbaugebiet, der Zeitpunkt der Ernte und das verwendete Blattmaterial eine Rolle. Für gute Tees werden nur frische Knospen und die zwei darauf folgenden Blätter geerntet. Je nach Verarbeitungsweise kann daraus schwarzer, grüner oder Oolong-Tee produziert werden.
Für schwarzen Tee werden die Blätter gerollt, es folgt die Fermentierung, zuletzt wird getrocknet. Grüner Tee hingegen wird durch eine Hitzebehandlung direkt nach der Ernte an der Fermentierung gehindert, er unterscheidet sich im Spektrum der Inhaltsstoffe, in Geschmack und Aroma vom schwarzen Tee.
Oolong-Tee stellt eine teilweise fermentierte Zwischenstufe dar. Weißer Tee besteht nur aus den besten Blättern und wird vollständig vom Fermentieren abgehalten, Gelber Tee ist nur sehr kurz fermentiert und zählt zu den erlesenen Teespezialitäten.
Die zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkungen des Grüntees gehen hauptsächlich auf den Gehalt an Epigallocatechingallat (EGCG) zurück. Dieses Catechin wird allerdings zum großen Teil bei der Fermentierung zum Schwarzen Tee abgebaut.
Grüner Tee ist aufgrund seines Koffeingehalts ein anregendes Getränk und kann wegen seines hohen Gerbstoffgehalts vielfältig eingesetzt werden. Die Polyphenole, vor allem EGCG, sind antioxidativ wirksam und können so Haut und Körper vor freien Radikalen schützen.
Inhaltsstoffe
Bis zu 30% Gerbstoffe: Flavonole und Catechine (EGCG); Koffein, Theanin, Ascorbinsäure, Fluorid, Mangan


