Rotklee

Trifolium pratense
Der Rotklee hat wegen seines charakteristisch geformten, dreiblättrigen Blattes einen großen Bekanntheitsgrad. Ab und zu findet man aber auch Pflanzen mit vierblättrigen Kleeblättern. Nach altem Glauben sind diese mit übernatürlichen Kräften ausgestattet und gelten noch heute als Glücksbringer.
Rotklee fühlt sich besonders auf nährstoffreichen, tiefgründigen Böden wohl und wächst wild in vielen heimischen Wiesen zwischen anderen Kräutern und Gräsern. Aber auch feldmäßig angebaut begegnen wir dem Schmetterlingsblütler nicht selten. Er dient dann als bodenverbessernde, stickstoff-anreichernde Zwischenkultur innerhalb einer Fruchtfolge oder als eiweißreiche Tier-Futterpflanze. Mehr und mehr entdeckt man aber, dass Rotklee auch für den Menschen eine wertvolle und gesunde Nahrungspflanze darstellt. Rotklee enthält sogenannte Isoflavonoide, die eine östrogenartige Wirkung haben und deswegen auch als Phytoöstrogene (griechisch Phyto = Pflanze) bezeichnet werden. Phytoöstrogene kommen auch in anderen Pflanzen (wie z.B. Sojabohnen, Linsen, Kicherebsen) vor. Die Erfahrung zeigt dass in Asien und Lateinamerika, wo man sich besonders phytoöstrogenreich ernährt, Wechseljahresbeschwerden wesentlich seltener auftreten als in Westeuropa. Eine Nahrungsergänzung mit Rotklee scheint deswegen (vor allem für Frauen) als empfehlenswert, zumal die Pflanze willkommene Abwechslung in die Küche bringen kann. Die Blüten und Keimsprossen eignen sich gut für Salate, das getrocknete Kraut für Teeaufgüsse.
Inhaltsstoffe
Isoflavonoide (Daidzein, Genistein)


