Süßholzwurzel

Glycyrrhiza glabra L.
Bei Süßholz oder Lakritze handelt es sich um eine mehrjährige, bis zu einem Meter hohe Staude aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Das Gewächs ist im Mittelmeergebiet, in Südwestasien, Nordafrika und Mittelamerika heimisch und wird vor allem wegen seiner Wurzeln angebaut. Aus dem weit verzweigten Wurzelstock wird auch die Lakritze (Succus Liquiritiae) gewonnen: Die Wurzeln werden zerkleinert, mit Wasser zu einem Brei vermischt und ausgekocht. Der eingedickte Sirup erstarrt und wird in Stücke geschnitten. Lakritzwaren enthalten oft noch andere Bestandteile wie Zucker, Mehl, Stärke, Gelatine, Ammoniak, Anisöl oder Fenchelöl. Lakritze und Süßholzwurzel sind reich an gesunden Flavonoiden, die zu den sogenannten Phytaminen gehören.
Glycyrrhizin, das vor allem in der Wurzelrinde vorkommt, ist 50-mal süßer als Rohrzucker (Saccharose). Süßholzwurzel wird deshalb gerne Teemischungen als natürliches Süßungsmittel zugesetzt.
Inhaltsstoffe
Glycyrrhizin (Kalium- und Calcium-Salze der Glycyrrhizinsäure), Flavonoide (Isoliquiritin, Liquiritin, Glabren, Glabridin, Licoricidin), saure Polysaccharide, Sterole, Cumarine (Herniarin, Umbelliferon), flüchtige Aromastoffe, Mineralien, Zucker, Stärke.


